Wie alles begann

Eigentlich sollte ich Landwirt auf der Hofstelle meiner Familie in Ochtmannien werden. Doch zuvor machte ich erst einmal eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker. Schon bald interessierte mich Metall und Technik mehr als das Säen und Ernten und so blieb ich Mechaniker. Ich arbeitete als Stahlbauschlosser bei Hische – Stahlbau in Sulingen und später bei Kolbus in Bassum. Nach einigen Berufsjahren als Geselle wollte ich mehr Verantwortung und interessantere Aufgaben übernehmen.

So entschloss ich mich, die Meisterschule in Lüneburg zu besuchen und erwarb den Meisterbrief als Maschinenbauschlossermeister an der Handwerkskammer Lüneburg/ Stade. Während der Ausbildungszeit nutzte ich mein Hobby “Fahrradfahren” um gut abzuschalten. Täglich fuhr ich mit dem Rad durch die Natur und lüftete mein Kopf. Gleichzeitig konnte ich mein Interesse an der filigranen Fahrradmechanik vertiefen, so dass ich während meiner Ausbildungszeit die Liebe zur Fahrradtechnik und zum Fahrradfahren entwickelte.

Es folgten viele Urlaube mit dem Fahrrad. Es begann mit dem Fahrradeinsteigerland Holland. Auf den Geschmack gekommen fuhr ich im folgenden Jahr für 2 Monate nach Neuseeland und entdeckte das Land mit dem Fahrrad. In den nächsten Jahren folgten Fahrradurlaube in Frankreich, Italien, Irland, Gomera, Dänemark und Deutschland. Meine Frau führte mich, als gebürtige Kielerin, an die Ostsee und so touren wir regelmäßig dort am Deich entlang.

Ich genoss es, die jeweiligen Länder und Regionen mit ihren Geräuschen und Düften durch meine eigene Antriebskraft zu entdecken. Dies führte dazu, dass ich für einige Jahre aus ökologischer Überzeugung mein Auto abschaffte und nur noch mit der Deutschen Bahn und dem Fahrrad unterwegs war.

1992 eröffnete ich in Bassum, Hindenburgstr. das Fahrradfachgeschäft Per Pedal. Dem vorweg studierte ich Fachliteratur und absolvierte verschiedene Praktika in Fahrradfachgeschäften. In der Freizeit fuhr ich natürlich Rad und initiierte die Radsportgruppe Bassum. Im Jahre 2000 zogen wir nach Syke um. Mittlerweile bilden wir den 13. Azubi aus. Und wenn es zur Prüfung geht empfehle ich auch ihm: “Wenn der Kopf raucht, rauf auf´s Fahrrad.”